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Schulprofil: Die Grundschule |
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Schule mit Tradition und Zukunft Die Altstadtschule im Ort gehört zur Volksschule St. Nikola. Das schulische Angebot umfasst den Grundschulbereich der 1. bis 4. und den Hauptschulbereich der 5. und 6. Jahrgangsstufe (außer Ganztagsklassen) und bietet ein vielseitiges Programm in Kooperation mit der Kindertagesstätte. Die Schülerinnen erleben an der Schule eine Wohlfühlatmosphäre, in der es sich gut lernen und leben lässt. Erzieherinnen und Pädagoginnen stehen zusätzlich als Ansprechpartner bei persönlichen Problemen zur Verfügung. Die Altstadtschule ist ein explizites Beispiel für die Verbindung von Tradition und Moderne im schulischen Bereich. Was die Tradition betrifft, so lässt sie sich durchaus mit dem Synonym „Alte Schule“ bezeichnen. Bereits ein Blick aus der Ferne lässt erkennen, dass sich dieses Gebäude „am besten harmonisch in das charakteristische Stadtbild einfügt“ (vgl. Stellungnahme des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde vom 19. August 1912). ![]() Bei näherer Betrachtung weisen sowohl die Fassade wie auch der Innenausbau unverkennbar auf den für damals typischen künstlerischen Zeitgeist hin. Nach etwa einem Jahr Bauzeit wurde im Oktober 1913 Richtfest gefeiert, der Schulbetrieb jedoch schob sich noch bis zum 12. Oktober 1914 hinaus – eine Folge des Kriegsbeginns. „Alte Schule“ bezieht sich aber nicht nur auf das Bauwerk der Altstadtschule. In Rückbesinnung auf heute z.T. abhanden gekommene soziale Wertvorstellungen werden die den Lehrkräften wie auch dem Hortpersonal anvertrauten Schüler in erziehlicher Hinsicht wieder stärker mit Verhaltensmustern konfrontiert, welche in ihrer Zeitlosigkeit dazu beitragen, „freiheitlich-demokratische, religiöse, sittliche und soziale Werthaltungen anzubahnen“ (Rahmenlehrplan für die Grundschule). Von dieser Zielsetzung des Lehrplans lassen sich Verhaltensregeln wie freundliches Grüßen, Anklopfen beim Betreten eines Raumes, Helferdienste im Klassenzimmer, Rücksichtnahme im Umgang mit Mitschülern, Achten auf Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz und andere Benimmregeln ableiten, die der Stärkung des Wir-Gefühls in einer Schulgemeinschaft dienen und dem Gefühl, sich in der Schule wohl zu fühlen. Unterstützung findet dieser Erziehungsauftrag auch in einzelnen Projekten wie z.B. „Fair streiten lernen“. Dabei handelt es sich um eine Ausbildung von Schülern, die sich freiwillig und gern bereit erklären, zu Streitschlichtern ausgebildet zu werden. ![]() „Alte Schule“ leitet sich aber auch vom Standort der Altstadtschule ab. Er ermöglicht ohne großen Zeit- bzw. Kostenaufwand unterrichtlich relevante originale Begegnungen mit Zeugen unserer Geschichte, wie etwa dem Römermuseum, dem Oberhausmuseum, dem Rathaus oder kleineren, eher unauffälligen Relikten der Vergangenheit wie Pesttürchen oder Hochwasserstandsmarkierungen. Dass eine Schule, die äußerlich vom Flair ihrer fast hundertjährigen „Hardware“ - wie man es heute wohl bezeichnen könnte - her geprägt ist, schließt nicht automatisch eine Orientierung an der Gegenwart und ein Vorwärtsschauen in die Zukunft aus. Ersichtlich ist dies an den jüngst erfolgten Renovierungsmaßnahmen im sanitären Bereich, der Ausstattung mit Computern und anderen Lehrmitteln sowie den nicht zu unterschätzenden Maßnahmen zum Schutz der Schüler wie auch des Personals in Schule und Kinderhort vor eventuellen Übergriffen von außen.Darüber hinaus orientiert sich der Unterricht in der Altstadtschule durch den Besuch entsprechender Fortbildungsveranstaltungen durch die Lehrkräfte wie auch durch die Zusammenarbeit mit der Philosophischen Fakultät der Universität Passau in Form von Praktika wie dem Exercitium Paedagogikum und der Ausbildung von Lehramtsanwärtern an den neuesten Lehr- und Erziehungsmethoden. Zusammenarbeit Schule – Kinderhort Jeden Montag vor Unterrichtsbeginn findet ein Zusammentreffen der einzelnen Lehrkräfte mit dem Personal des Kinderhortes bezüglich des Info-Austauschs für die laufende Woche (Proben, Unterrichtsschwerpunkte, Erledigung von Hausaufgaben, ...) statt, um die Nachbereitung von Unterrichtsergebnissen gezielt zu steuern oder auf geplante Lernzielkontrollen intensiv und individuell vorzubereiten. Es wird dabei aber nicht nur über fachliche Aspekte diskutiert, auch detaillierte und äußerst aktuelle Informationen (mögliche Defizite, seelische und gesundheitliche Verfassung, besondere Ereignisse, Sozialverhalten, ...) über einzelne Schüler mit Absprache von Leistungs- bzw. Erziehungsmaßnahmen sind Themen, um die o.g. Wohlfühlatmosphäre weitgehend zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglicht die sehr enge und kollegiale Zusammenarbeit von Lehrkräften der Altstadtschule und Erziehern des Kinderhorts nach dem Motto „Tür an Tür“ eine kurzfristige Unterbringung plötzlich erkrankter Schüler bis zur Abholung durch die Eltern bzw. Rückkehr in die Klasse im Falle einer raschen gesundheitlichen Besserung. Gleiche Dienste können - in allerdings seltenen Fällen - auch in Anspruch genommen werden, wenn einzelne Schülern Lücken im Stundenplan haben. Der ständige und aktuelle Austausch von Kenntnissen über individuelle häusliche Gegeben-heiten - soweit für den schulischen Erfolg bzw. die physische wie psychische Verfassung des Schülers in der Schule von Belang - stellt sicher, dass auf Befindlichkeiten einzelner Schüler, aber auch auf mögliche Änderungen in ihrem Leistungsverhalten rasch und gezielt reagiert werden kann. Selbstverständlich werden auch die Eltern bzw. sonstigen Erziehungsberechtigten in pädagogische oder leistungsbedingte Maßnahmen mit einbezogen. Im Sinne eines regen Schullebens finden gemeinsame Veranstaltungen von Schule und Kinderhort statt. Dazu gehören Veranstaltungen wie der „Tag der offenen Tür“, Arbeitsgemeinschaften wie „Theater“ in der Schule, Advent- oder Weihnachtsfeiern, ... Alle diese Maßnahmen lassen Schule und Kinderhort als Einheit zum Zweck der bestmöglichen Förderung und Betreuung von Schülern erkennen. Eine derart enge Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften der Altstadtschule und dem Personal des Kinderhorts ist nur möglich, da der Kinderhort im Gebäude der Altstadtschule untergebracht ist. Kooperation Grundschule – Kindertagesstätten (Programm und Kooperationspartner ) Bereits anfangs Oktober wird bei einer Zusammenkunft mit den drei Kooperationspartnern das Jahresprogramm erstellt. Beim „Tag der offenen Tür“ wird Eltern und Schülern die Möglichkeit eröffnet, dem Unterricht beizuwohnen, die Räumlichkeiten der Schule und des Kinderhortes zu erkunden und zukünftige Lehrer und Erzieher kennen zu lernen. Die jährliche Veranstaltung im Dezember, nämlich das gemeinsame Basteln, Singen und Musizieren in vorweihnachtlicher Atmosphäre wird von beiden Seiten immer sehr gut angenommen und schafft ein freudiges Miteinander. Bei einem gemeinsamen Elternabend von Lehrern und Erziehern zur Schulfähigkeit sollen den Erziehungsberechtigten rechtzeitig, nämlich 6 Monate vor Schulbeginn, Hilfen gegeben werden, wie sie feststellen können, ob ihr Kind die notwendigen Voraussetzungen erfüllt und auf welche Weise sie ihr Kind vor dem Schuleintritt noch unterstützen können. Das Mitwirken „ihrer Erzieherinnen“ bei der Schuleinschreibung baut bei den Kindern Hemmschwellen ab. Bei einer gemeinsamen Schulstunde mit der ersten Klasse im Mai und am „Schnuppertag“ im Juli sollen die angebahnten Kontakte zur Schule gefestigt und vertieft werden. Der jährliche wechselnde Besuch eines Kindergartens mit Buchvorstellung soll bei den Kindern den Wunsch wecken bzw. verstärken, möglichst bald das Lesen zu lernen. Sicherheit im Schulhaus Zu den schlimmen Erfahrungen unserer Zeit gehört leider, wie der Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009 oder der von Erfurt am 26. April 2002 zeigen, die Gefährdung der Sicherheit in den Schulen. Wenn auch davon auszugehen ist, dass derartige Ereignisse auf Grund des Alters der Schüler in der Altstadtschule wohl nicht stattfinden werden, so gilt dennoch die Grundregel, dass Vorbeugen besser ist. Um möglichen unerwünschten „Besuchern“ den Zutritt ins Schulhaus zu erschweren, wurden daher sicherheitsrelevante Maßnahmen beschlossen und z.T. auch schon ausgeführt, welche sowohl der Schule als auch dem Kinderhort nach dem Motte „Schule und Kinderhort mit Sicherheit Tür an Tür“ zugute kommen. Durch die Anbringung eines sog. „Panikschlosses“ bei der Haupteingangstür ist es nicht mehr möglich, das Schulgebäude einfach zu betreten. Das Abschließen des Haupteingangs sowie aller weiteren Zugänge nach Unterrichtsbeginn soll dies verhindern. Ein Verlassen des Gebäudes, etwa bei vorzeitigem Unterrichtschluss einzelner Schüler oder bei Feueralarm, ist jederzeit gewährleistet. Nach Unterrichtsbeginn eintreffende Personen melden sich über die Gegensprechanlage beim Haupteingang und weisen ihre Zutrittsberechtigung durch Nennen des Namens, des Schülernamens sowie der Klasse und der Lehrkraft aus. Die Sprechanlage weist drei Adressaten auf, an die sich der Besucher wenden kann: die Schule, den Kinderhort und den Hausverwalter. In jedem Klassenzimmer befindet sich ein Alarmknopf, der die Personen in den anderen Räumen des Schulhauses warnt und zu entsprechendem, eingeübten Verhalten veranlasst. Das Trainieren des Ernstfalls wird ähnlich wie eine Feueralarmprobe in bestimmten Zeitabständen, ggf. unter Anleitung von Polizeibeamten, durchgeführt. Aktionen der kurzen Wege In Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen werden Fachleute in die Schule geholt bzw. begegnen die Schüler diesen an ihren Wirkungsstätten, um über den schulischen Horizont hinaus auch andere Möglichkeiten kennen zu lernen, sich zu informieren. Außerdem finden die Schüler so Zugang zu sinnvoller Freizeitgestaltung, werden in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung gefördert und stellen sich so den Anforderungen unserer Gesellschaft. Sie lernen Ausbildungs und Trainingsmöglichkeiten, Freizeitaktivitäten und die Erfahrung von Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft kennen. Als Ziele für solche Aktionstage bieten sich „Schnuppertage“ bei der Wasserwacht, beim Judoclub oder etwa bei Fußballvereinen an. Durch derlei Aktionen wird auch dem Art. 131 der Verfassung des Freistaates Bayern Rechnung getragen: „Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden.“ Durch die sportliche Betätigung in der Freizeit halten sie sich körperlich fit, Erleben die Zugehörigkeit zu einer Mannschaft und lernen das Übernehmen von Verantwortung in einer Spielgemeinschaft. Die Altstadtschule ist durch ihre Lage außerdem prädestiniert für Aktionen der kurzen Wege. So ist z.B. das Stadttheater, dessen Aufführungen für Schulen unsere Schüler regelmäßig besuchen, in ca. 8 Minuten zu Fuß erreichbar. Die Atmosphäre in einem Theater als Haus der Kultur ist schon eine besondere Erfahrung, die nicht für jedes Kind selbstverständlich ist. Natürlich bietet das Stadttheater auch Bühnenführungen für unsere Klassen an. Der jährliche Besuch einer Märchenvorstellung zählt bereits zum kulturellen Pflichtprogramm der Grundschulklassen. Das Spielgeschehen wird im Gegensatz zu Kino oder Fernsehen „live“ erlebt. Gestik und Sprache werden im Original wahrgenommen. Die bereits o.g. Veste Oberhaus mit dem gleichnamigen Museum liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe, so dass ein Zurückschreiten in die Geschichte Passaus für unserer Schüler nur einen ca. 20minütigen Fußmarsch bedeutet. Bei Führungen durch das Museum erfahren sie von fachkundigem Führungspersonal Wissenswertes über bestimmte Themen, die auch im Unterricht behandelt werden, wie etwa den Salzhandel in längst vergangenen Jahrhunderten. An „Kreativprogrammen für Schulen, Kindergärten und andere neugierige Kids“ im Rahmen der Museumspädagogik wie etwa “Duftende Werkstatt der Seifensieder“, „Guss – und Formzieherwerkstatt“ oder „Zinnoberrote Künstlerwerkstatt“ können die Schüler ohne großen Zeit oder Kostenaufwand teilnehmen. Noch wesentlich näher als das Oberhausmuseum liegt das Museum Moderner Kunst, praktisch vor unserer Schulhaustür. Die hier angebotenen Veranstaltungen und Ausstellungen werden gerne im Hinblick auf den Kunstunterricht besucht. Die Schüler erleben die direkte Begegnung mit originalen Werken eines Künstlers und werden bei ihrer Betrachtung von einer Museumspädagogin auf Interessantes, das jeweilige Werk betreffend, aufmerksam gemacht. Sie sollen auch selbst aktiv sein, indem sie z.B. Bildausschnitte auf Arbeitsblättern den Originalbildern von Otto Sammer zuordnen. Bucht man einen der Workshops, können die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen in einem eigenen Bild gestaltet werden. So eine Kunsterziehungsstunde in ansprechendem Ambiente findet immer großen Anklang. Selbst das „Haus am Strom“ beim Donaukraftwerk Jochenstein ist für Schüler der Altstadtschule in äußerst ungewohnter, gerade deshalb aber sehr beliebter Weise zu erreichen. Zu den Anlegestellen der Passauer Passagierschiffe an der FritzSchäfferPromenade sind es nämlich nur wenige Gehminuten, um dann per Schiff das Donautal und einige seiner Eigenheiten vom Wasser aus kennen zu lernen und o.g. Ziel anzusteuern. Lange Busanfahrten erübrigen sich also. Diese Aktion „Flusskreuzfahrt“ lebt oft jahrelang in der Erinnerung der Schüler weiter als eine besonders reizvolle Art, das Schulleben zu pflegen. Die Teilnahme an den Waldjugendspielen, die alljährlich im Mai im Neuburger Wald stattfinden, lässt sich dank der Lage der Altstadtschule ebenfalls schnell und kostengünstig durch eine Fahrt mit einem Linienbus der Passauer Stadtwerke ermöglichen. Zusammen mit einem Förster können die Schüler bewusst mit allen Sinnen „ihren“ nahegelegenen Lebensraum Wald erkunden. Einen Vormittag lang werden im Unterricht bereits behandelte Lerninhalte in der Realität wiederholt oder auch neues Wissen und Können in recht aktiver Art und Weisevermittelt. Dabei können die Schüler jederzeit spontan Fragen stellen. An Frage-, Tast-, Riech- oder Spielstationen dürfen sie dann dieses Wissen und Können unter Beweis stellen. Eine andere Form von Aktion bietet der jährliche Wintersporttag, wobei die Schüler zwischen Skifahren in einem Wintersportort mit Skilift, Schlittschuhlaufen im Eissportstadion, einer lustigen Schlittenfahrt oder einfach einer Winterwanderung in der Umgebung wählen können.
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